Advent, Advent… Kaffee, Keks und Shoppingfrust

flüstertüte Spielt ihr mit dem Gedanken, am Wochenende auf eine gemütliche Runde Weihnachtsshopping in die Stadt zu fahren? Habt so richtig Lust darauf, entspannt durch klimatisierte Läden und festlich geschmückte Straßen zu bummeln?

Dann denkt ihr sicher daran mal hier, mal da in einer Umkleidekabine zu verschwinden. Vielleicht einen Pullover anzuprobieren, der natürlich zu nichts aus dem heimischen Kleiderschrank passt. Mit genau diesem Pullover einen Lawinenkauf mit Hose, Gürtel, Schuhen und Jacke auszulösen. Na ja, vielleicht sogar noch mit einer passenden Handtasche als kleine Zugabe.

Mit den Verkäuferinnen scherzend nach den gewünschten Weihnachtsgeschenken zu forschen und freudig nicken, bei der Frage nach dem Einpacken als Geschenk. Zwischendurch ein verdientes Kaffeepäuschen für den von schweren Einkaufstüten schmerzenden Rücken. Gemütlich zurücklehnen, Beine ausstrecken und von der freundlichen Bedienung mit einer Latte Macchiato inkl. Keks verwöhnen zulassen…

Dann wünsche ich euch viel Spaß und ignoriert einfach die durch die Stadt hetzenden Massen. Ein freundliches Gesicht, ein Lächeln oder gar gute Laune erwartet ihr ja sicher an einem Adventssamstag von niemandem! Und wenn ihr Streit sucht, wendet euch einfach mit einer Reklamation oder einer simplen Frage an eine der gestressten Verkäuferinnen. Freundlicher Service ist an so einem Wochenende nicht im Preis mit drin! Wenn ihr Glück habt, erträgt sie das Geschrei und Gedränge noch nicht so lange und lässt euch einfach nur mit einem vernichtenden Blick stehen.

Zieht euch besser gleich so an, dass ihr zum Anprobieren auf keine Umkleidekabine angewiesen seit, außer ihr wisst nicht wirklich was mit dem Tag anzufangen. Gegen die tropische Wärme in den Geschäften könnt ihr nur eins machen: Lasst eure Winterjacke einfach wie selbstverständlich über einem Ständer hängen und geht lässig weiter, ohne euch noch einmal umzusehen. Bei den “sommerlichen” Temperaturen braucht ihr die Jacke eh nicht.

Stundenlanges Anstehen bei den Kassen könnt ihr als meditative Übung sehen, für die man sich sonst keine Zeit nimmt. Falls ihr jemals wieder der Warteschlange entkommt, sucht euch Lücken in dem Gedränge, durch die ihr euch quetschen könnt. Vergesst aber nicht, nicht nur ihr sondern auch eure Tüten müssen durch passen!

Zur Not stoßt und rempelt euch durch, vor allem auf dem Weihnachtsmarkt. Aber achtet darauf, so zu schubsen, dass der Glühwein nicht in eure Richtung schwappt. Wenn es in einer Gasse zum Stau kommt und ihr noch keine Platzangst oder Panik wegen Atemnot habt, versucht doch einfach die Weihnachtsbeleuchtung an den Häuserfronten zu genießen.

Spätestens, wenn der Wunsch nach einer Sitzgelegenheit mit Kaffeeduft an den Türen überfüllter Cafés abprallt. Wenn ihr nicht einmal einen Keks bekommt und ihr euch resigniert bei Regen an einem Stand mit Billigpunsch einreiht, spätestens dann solltet ihr den Plan mit dem Weihnachtsshopping noch mal überdenken…

weihnachten flüstertüte

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