Sinn oder Unsinn – #ALS #IceBucketChallenge

Momentan geistert gerade die ALS Ice Bucket Challenge durchs Netz und somit rund um die Welt: Einen Eimer Eiswasser über den Kopf oder 100$ spenden – Fast alle schütten und kreischen mit Begeisterung, Promis und Stars machen natürlich beides, schütten und spenden. Was für die einen der absolute Spaß ist und zu immer ausgefalleneren Aktionen führt, findet bei anderen nur noch ein genervtes Kopfschütteln. Nach 1000enden von Videos geht die Schmerzgrenze doch so langsam in den Keller: Zu viel des Guten ist halt doch zu viel.

Bisher habe ich die Challenge nur so nebenher wahrgenommen und mich ehrlich gesagt auch nicht näher damit befasst. Im Radio mal mit einem Ohr hingehört, auf Facebook das ein oder andere Video belächelt. Bis ich selbst von unserem lieben Freund Jens (ja, er weiß wirklich, wie man eine Freundschaft pflegt ;-)) nominiert wurde. Ok, das Video von Jens und Lea mit der kalten Dusche von oben war wirklich lustig und hat mir gut gefallen. Aber mich jetzt einfach so mit Eiswasser überschütten, nur weil es grad alle machen? Nein, das ist nicht ganz meine Art.

Aber ein Spielverderber bin ich auch nicht. So habe ich mich erst mal im Internet schlau gemacht, zwecks Sinn oder Unsinn dieser Challenge. Meine erste Frage war, was ALS (Amyotropher Lateralsklerose) eigentlich genau ist. Dabei bin ich auf die unheilbare Nervenkrankheit gestoßen, die einen Kontrollverlust über den Körper – nicht das Gehirn – mit sich bringt und meist innerhalb weniger Jahre tödlich endet. Eine schreckliche Vorstellung, dass die Körperfunktionen bei vollem Bewusstsein nachlassen und der Körper nach und nach verfällt. Die ALS Ice Bucket Challenge soll die Aufmerksamkeit auf diese Krankheit lenken, darüber informieren und als positiven Nebeneffekt die Spendenbereitschaft erhöhen. Also eigentlich eine wirklich gute Sache, die nicht nur Spaß verbreitet, sondern nach einer Mitteilung der US-ALS Association bis zum 29. Juli schon Spenden von rund 41,8 Millionen Dollar eingebracht hat.

Schön und gut. Aber wieso gerade eine Ice Bucket Challenge? Dank des ganzen Medienrummels waren die Recherchen recht einfach und ich habe schnell herausgefunden, dass die Aktion zuerst als ganz normaler Wettbewerb gedacht war. Erst später wurde die Verbindung zu der Nervenkrankheit geknüpft und erlangte ihr Bekanntheit durch den 29-jährige, an ALS erkrankten, Pete Frates.

Während man nach dem Lesen des Krankheitsverlaufs noch recht nüchtern und lediglich etwas erschreckt über ALS denkt, kommen die Emotionen spätestens bei dem Video über Pete Frates. Ich muss zugeben, der kleine Einblick in sein Leben hat bei mir starke Betroffenheit ausgelöst. Und noch ein Gedanke kam mir: Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass ich gesund bin!

Ich habe mich gestern überwunden. Ja, ich habe mich wirklich überwunden – alles was unter 25 Grad ist, ist für mich pure Überwindung – und mir den Kübel Eiswasser über den Kopf geschüttet.

Nicht, weil es gerade alle machen.
Nicht, weil andere auch mit mir ihren Spaß haben sollen.
Nicht, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen – die Aufmerksamkeit, die ALS gerade hat, kann ich durch mein Video auch nicht weiter steigern.

Ich habe es gemacht, um mich selbst daran zu erinnern, wie gut es mir geht – denn ich bin gesund!

Video zu Pete Frates: https://www.youtube.com/watch?v=yCoKB_tU9ng

 

Ice Bucket Challenge

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Ice Bucket Challenge

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