Alltag Social Media – 10 Fragen an Bianka Blavustyak

Ein Interview mit Bianka zu diesem Thema ist eigentlich ein Muss! Als erste Absolventin zum
Social Media Manager bei ILS gehört sie für mich zum „SM-Urgestein“ an dem ich mich immer wieder gerne orientiere…

1. Seit wann macht du / hast du deine Ausbildung als SMM
Ich habe die Ausbildung Ende September 2011 angefangen und war im April 2012 als erste Absolventin dieses Lehrgangs überhaupt fertig.

2. Warum hast du dich für diese Weiterbildung entschieden?
Als Mutter von drei Kindern habe ich nur wenig Möglichkeit, mich anders als per Fernstudium weiterzubilden, daher schieden sehr viele andere berufliche Ideen aus, die ich zum Wiedereinstieg, wie man das ja immer so schön nennt, hatte. Zum Kurs Social Media Managerin kam ich eher zufällig. Ich habe Anfang 2011 angefangen, freiberuflich als Lektorin und Übersetzerin zu arbeiten und ein Kunde kam auf mich zu und fragte, ob ich mich denn auch mit Social Media auskennen würde, ich wäre doch auch auf Facebook und so. Ich meinte, das sei alles rein privat und ich hätte vermutlich zu wenig Ahnung, das auch beruflich zu machen. Ein paar Tage später flatterte mir ein Brief vom ILS ins Haus, den ich eigentlich direkt wegwerfen wollte, weil ich dachte, es sei ja doch nur Werbung. Ich glaube ja nicht an Zufälle, denn irgendwas hat mich dann getrieben, den Brief doch zu öffnen und zu schauen, welche Kurse es gibt und da lachte mich der niegelnagelneue Kurs „Social Media Manager/in“ an. Also hab ich mich dafür angemeldet – den ersten Kunden in dem Bereich hatte ich ja quasi schon in der Tasche und ich hielt Dienstleistungen im Bereich Social Media für eine gute Erweiterung meines Angebots.

3. Nutzt du deine Weiterbildung hauptberuflich?
Ja, auf jeden Fall. Ich biete seit meinem Abschluss neben Lektorat und Übersetzungen auch Social Media Dienstleistungen an. Unter anderem bin ich Social Media Managerin für einen Weiterbildungsanbieter, bei dem sich keine feste Vollzeitstelle lohnt, der aber einen Social Media Manager haben möchte. Außerdem betreue ich den Fernstudiengang „Social Media Manager/in“ beim ILS inzwischen auch als Fernlehrerin. Ehrenamtlich nutze ich Social Media auch, zum Beispiel in der von mir gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen organisierten Social Media Sprechstunde Heilbronn  www.smshn.de

4. Wie sieht dein Social Media Alltag (privat/geschäftlich) aus?
Von Alltag mag ich da kaum sprechen. Ich bin irgendwie immer mit einem Ohr und einem Auge im Online-Leben und beobachte dort, was für meine Tätigkeiten interessant sein könnte. Sowohl thematisch als auch von der grundsätzlichen Entwicklung her. Meist schaue ich früh am Morgen, was so an interessanten Themen und Links aufgelaufen ist und verteile diese dann über ein spezielles Portal auf die kommenden Stunden und Tage als Facebook- und/oder Twitternachrichten. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist auch das Monitoring, das mach ich oft auch direkt am Morgen. Die Betreuung verschiedener Blogs (sowohl eigene als auch Kundenprojekte) folgt dann im Anschluss, wobei da leider immer weniger Zeit als erhofft bleibt für meine privaten Blogprojekte. Schließlich habe ich noch einige andere Aufgaben, da ich ja nicht ausschließlich als Social Media Managerin arbeite und irgendwie auch oft nur halbtags wirklich „in Ruhe“ arbeiten kann, da ja gegen Mittag normalerweise die Kinder nach Hause kommen.

5. Bist du “flächendeckend” unterwegs oder hast du dich auf einzelne Netzwerke spezialisiert?
Ich nutze neben Blogs vor allem die großen bekannten Netzwerke Facebook, Twitter und Google+. Daneben bin ich noch aktiv auf Pinterest und LinkedIN und XING, weil das beruflich „eben dazugehört“. Allerdings schafft man es ja kaum, wirklich alle Plattformen sinnvoll zu bespielen, daher neige ich immer zu einer Konzentration auf wesentliche Netzwerke und rate auch meinen Kunden dazu, lieber wenige ausgewählte Plattformen qualitativ hochwertig zu nutzen als alle und dann mangels Zeit und Energie nur so la la…

6. Welche Netzwerke sind für dich ein absolutes Muss?
Facebook und Twitter sind für mich meine absoluten Infoquellen-Muss-Plattformen. Ich nutze tatsächlich nahezu ausschließlich diese beiden, um auf dem Laufenden zu bleiben

7. Was bedeutet Social Media für dich persönlich?

Social Media ist eine unglaublich faszinierende Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu führen. Sei es für mich privat mit privaten und geschäftlichen Kontakten oder auch für Auftraggeber mit Kunden und Interessenten. Außerdem sind diverse Social Media Kanäle meine hauptsächliche Infoquelle. Sogar wenn man mal eine ungewöhnliche Frage hat, einen ganz speziellen Interviewpartner sucht oder eine spannende Idee durchdiskutieren will, kann man das zu nahezu jeder Tages- und Nachtzeit über Social Media erreichen. Das finde ich klasse!

8. Hat bzw. wie hat Social Media dein Leben verändert/beeinflusst?
Ich erlebe Social Media als starke Bereicherung meines Lebens. Ich habe unglaublich tolle Menschen kennengelernt, die ich ohne Twitter und Facebook sicher nie getroffen hätte und die inzwischen auch offline zu sehr guten Freunden und/oder Kollegen geworden sind. Aber auch Leute aus der Vergangenheit habe ich über Social Media wiedergefunden, gerade vor kurzem beispielsweise einen ganzen Schwung ehemaliger Klassenkameraden aus meiner Grundschulzeit, die nun wirklich schon eine ganze Weile her ist.

9. Social Media ist sehr schnelllebig, wie schaffst du es, auf aktuellem Stand zu bleiben?
Schon allein durch meine Arbeit als Fernlehrerin muss ich immer auf dem neuesten Stand sein. Manchmal ist das schwer und es macht sich eine Art Social-Media-Müdigkeit breit. Dann hilft es mir, beispielsweise wirklich mal konsequent ein Wochenende lang alle Kanäle zu ignorieren – danach kann ich ab Montag mit neuem Schwung weitermachen.

10. Würdest du dich wieder für diese Richtung entscheiden?
Auf jeden Fall. Ich habe wie gesagt so tolle neue Kontakte gefunden über Social Media und mein Leben wurde so viel spannender, ich möchte das nicht mehr missen.

Ein kleiner persönlicher Tipp zum Abschluss…
Social Media hat für viele immer den Anschein, man kapsele sich ab und verschwinde hinter PC und Smartphone. Das stimmt so nicht! Social Media macht genau dann den meisten Spaß, wenn man die Onlinewelt und die Onlinebekanntschaften in die Offlinewelt mitnimmt und zu Offlinebekanntschaften macht. Drum kann ich jedem nur raten, zu Veranstaltungen wie dem Twittwoch oder Treffen der verschiedenen Social Media Clubs zu gehen. Los, Onliner, raus mit euch und andere Onliner offline treffen!

Bianka Blavustyak

Bianka Blavustyak

 

 

 

 

 

 

 

 

Website: www.bb-wortgewandt.de

Onlinemagagzin: www.attachment-parenting.de

Twitter: https://twitter.com/bb_wortgewandt

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