Alltag Social Media – 10 Fragen an Heike Stiegler

Social Media gehört für mich zu meinen Alltag wie das Frühstück oder ein gutes Buch. Vor zwei Jahren war das allerdings noch nicht so und bei Social Media dachte ich eigentlich nur an Facebook. Und selbst dort war ich nicht wirklich aktiv.

Inzwischen gehört Social Media zu meinem täglichen Leben – beruflich und privat – und hat ein vielfältiges Gesicht bekommen.

Was für viele Freizeitbeschäftigung und lockerer Kommunikationsweg ist, ist für
Social Media Manager oft stressiger Arbeitsalltag. Wie so ein Arbeitsalltag
aussieht? Die Flüstertüte hat die haupt- und nebenberuflichen Profis für Euch gefragt und eine kleine Interview-Serie daraus gebastelt. Ihr dürft auf die z. T. überraschenden Antworten gespannt sein!

Ich habe die Serie einfach mal  “Wie sieht Dein Social Media Alltag aus  – 10 Frage an…” genannt und lass die “Spiele” von Heike Stiegler eröffnen, die mir mit “Heikes Stadtgeflüster” vor allem beim Thema Podcast ein großes Vorbild war und mit Schuld daran ist, dass ich bei dieser “Prüfung” nicht geschmissen haben…

Wie sieht Dein Social Media Alltag aus – 10 Fragen an Heikle Stiegler:

1. Seit wann macht du / hast du deine Ausbildung als SMM
Das Studium zur Social Media Managerin hab ich im September 2013 erfolgreich abgeschlossen.

2. Warum hast du dich für diese Weiterbildung entschieden?
Ich hatte das Gefühl, dass Social Media eine große Rolle spielen würde. Zu der Zeit, als ich mich mit dem Gedanken  befasste ein Studium zu machen, war Social Media noch nicht so sehr verbreitet. Aber mir war klar, es würde kommen und ich wollte gut gerüstet sein und vor allem auch gleich von Anfang an richtig fundiert mit dem notwendigen Wissen ausgerüstet sein.

3. Nutzt du deine Weiterbildung hauptberuflich?
Ja, kann man so sagen. Sowohl in meiner Teilzeit-Festanstellung bei einem Öffentlich-Rechtlichen Sender bin ich im Social Media Team. Die übrige Zeit betreue ich diverse ehrenamtliche Projekte, zum einen für die Kirche, zum anderen für das geplante FXpo-Museum, als auch meine eigene Fanpage für meinen persönlichen Podcast “Heikes Stadtgeflüster”.

4. Wie sieht dein Social Media Alltag (privat/geschäftlich) aus?
Für alle Bereiche, prüfe ich morgens von 6.30 Uhr bis 8.00 Uhr sämtliche Kanäle und Plattformen, bereite Posts für den Tag vor und beantworte Fragen oder Anregungen. Ansonsten habe ich quasi den gesamten Tag über Facebook, google+, Tweetdeck und hootsuite offen und beobachte ständig was sich im Netz so tut. Bevor ich am Abend die Lichter lösche checke ich nochmal alles gegen.

5. Bist du “flächendeckend” unterwegs oder hast du dich auf einzelne Netzwerke
spezialisiert?
Nachdem die Anforderungen noch nicht über die “gängigen” Netzwerke hinausgehen, bin ich auch hauptsächlich hier unterwegs, nicht aber ohne auch andere Netzwerke zu prüfen und auszutesten.

6. Welche Netzwerke sind für dich ein absolutes Muss?
Ein Muss sind die Netzwerke, die für mich, oder meine Kunden und Auftraggeber relevant sind, daher würde ich jetzt keines herausstellen, das muss von Fall zu Fall geprüft werden. Ich rate nur immer google+ nicht zu gering zu bewerten und auf jeden Fall in die Liste der zu bespielenden Netzwerke mit zu integrieren.

7. Was bedeutet Social Media für dich persönlich?
Social Media für mich persönlich bedeutet Kommunizieren und Kontakte pflegen auf sehr unkonventionelle und unkomplizierte Art und Weise. Schnelles Vernetzen, rasche Hilfe bei Problemen ohne langwieriges Recherchieren. Und entgegen aller Unkenrufe – sehr tiefgehende persönliche Bindung. Mein Kontaktkreis hat sich erheblich erweitert, ich weiß viele Spezialisten auf unterschiedlichsten Gebieten um mich herum, aber und das ist mir sehr sehr wichtig – ich habe auch sehr viele echte Freundschaften schließen können über soziale Netzwerke, die bestehen und die sich auch weiterentwickeln.

8. Hat bzw. wie hat Social Media dein Leben verändert/beeinflusst?
Es gibt Aufgaben, die könnte ich nicht  ohne Social Media erledigen. Es gibt aber auch Aufgaben, die würde es ohne Social Media nicht geben.  Wie könnte ich z.B. Pressesprecherin für einen in der Karibik lebenden Hollywood-Star sein, ohne ständig mit meinem Auftraggeber via Skype,  Facebook, Twitter aber natürlich auch mail,  engen Kontakt zu halten?

Wie sollte man laufend auf einen internationalen Kirchentag einstimmen können – über den Zeitraum von einem Jahr, ohne Facebook und Twitter? Mit Blogartikeln, einmal die Woche oder persönlich adressierten mails?
Bzw. wie könnte der Rückkanal besser funktionieren, wenn nicht über die Kommentare? So könnte ich die Liste nun weiterführen.

Was aber auch bedeutet, dass ich mich täglich mit den Themen befassen und auseinander setzen muss. Ich bin quasi immer am Ball, kann mir keinen Leerlauf leisten, bin aber dadurch auch immer gut dabei und das gefällt mir schon sehr sehr gut!

9. Social Media ist sehr schnelllebig, wie schaffst du es, auf aktuellem Stand zu
bleiben?
Eine gute Frage, die ich mir auch immer stelle. Tatsache ist, dass gerade die Social Media Manager und Social Media Spezialisten ein Kompetenz-Netzwerk bilden, bei dem jeder ein eigenes Spezialgebiet hat. D.h. irgendjemand hat immer eine wichtige neue Information für die anderen. Und wenn ich mal eine Info oder Neuerung nicht mitbekomme, dann weiß ich aber, wen ich fragen kann. Eine Frage gestellt wird immer sehr sehr schnell aber auch kompetent beantwortet. Was für mich ein weitere Pluspunkt von Social Media ist.

10. Würdest du dich wieder für diese Richtung entscheiden?
Ja, auf jeden Fall. Ich bin so gut wie nur noch über Social-Media erreichbar. Zwischenzeitlich mag ich nicht mal mehr ans Telefon gehen^^.
Und ich möchte die tollen Freunde und Kollegen nicht missen, die ich in den vergangenen 3 Jahren kennenlernen durfte. Natürlich nicht, ohne meine vorherigen Kontakte und Freunde deswegen aufzugeben. Nein, die pflege ich nach wie vor, allerdings hab ich sie jetzt halt auf den verschiedenen Netzwerken gesucht und gefunden.

Ein kleiner persönlicher Tipp zum Abschluss…
Mein Tipp und Anliegen ist es, den Spruch, der gerne von Social Media Gegnern verwendet wird zu entkräften, der da lautet – durch Facebook, Twitter, google+ und Smartphones^^ bricht jegliche soziale Verbindung zusammen. Jeder bleibe für sich, keiner kommuniziere mehr mit dem anderen.

Ich vertrete die Meinung, dass gerade das Gegenteil der Fall ist. Es wird mehr kommuniziert und ja, ich kann Emotionen und Gefühle auch über Facebook & Co. sehr gut einschätzen und herauslesen. Achtet gut auf Zwischenbemerkungen oder auf das, was ein Freund sagen möchte, wenn und wie er “nicht-kommuniziert”. Hier hatte ich schon sehr bedeutende Erlebnisse.

In diesem Sinnem sag ich es mit meinem kleinen grünen Chef
“Möge die Macht mit euch sein” – auch und gerade mit Social Media.

heike-stiegler

Heike Stiegler und Yoda

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blog mit Podcast ist Heikes Stadtgeflüster:  www.heikesstadtgefluester.de
Facebookseite: https://www.facebook.com/Heikesstadtgefluester?fref=ts
Twitter: https://twitter.com/stiegistieg

One thought on “Alltag Social Media – 10 Fragen an Heike Stiegler

  1. Pingback: Alltag Social Media | Heike's StadtgeflüsterHeike's Stadtgeflüster

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